6 Stücke für die Zeit nach der Corona-Krise


wenig Deko-Aufwand & kleine Besetzung:

DIE LETZTE BEICHTE Komödie / Personen: 2 (1D, 1H)

ICH LIEBE MICH Komödie / Personen: 2 (2D) + Statisten

DER ANRUF Komödie / Personen: 2 (1D, 1H)

DER SOUFFLEUR Komödie / Personen: 1 (1H)

VORSPRECHEN FÜR ZWEI Komödie / Personen: 3 (1D, 2H)

DAS MEETING Komödie / Personen: 3 (1D, 2H)


Stephan Eckel Sie muss tanzen

Komödie

Veröffentlichung: 2020

Personen: 2 (1D, 1H)

1 Dekoration

DIE LETZTE BEICHTE

Ein Pfarrer mit einem dunklen Geheimnis. Eine Frau mit einer Mission. Eine Beichte, bei der zum Schluss alles ans Licht kommt.

 

Pfarrer Michael arbeitet als Seelsorger in der bayrischen Provinz. Eines Morgens steht Ruth in seiner Kirche und will unbedingt ihre Sünden beichten. Sie hat sich von ihrem Mann getrennt und dabei ihren Glauben verloren, sucht nun spirituelle Hilfe. Als Michael ihr lediglich ein paar recht allgemein gehaltene gute Ratschläge erteilt, eskaliert die Situaion.

 

»Die letzte Beichte« beginnt als beschwingte Komödie und fliegt den Zuschauern im zweiten Akt sprichwörtlich um die Ohren. Denn nichts ist so, wie es scheint, und das bittere Ende naht bereits. Eine Geschichte, an der Altmeister Alfred Hitchcock sicher seine Freude gehabt hätte.



Stephan Eckel Ich liebe mich

Komödie

Veröffentlichung: 2018

Personen: 2 (2D) + Statisten

1 Dekoration

Ich liebe mich

Zwei Frauen treffen sich in einem kleinen Haus am Ende der Welt. Die junge Immobilienmaklerin Amélie Weidmann-Sperling möchte die Bruchbude lieber heute als morgen verscherbeln; die Motive der Kaufinteressentin Elvira Severin, eine Dame der gehobenen Münchner Gesellschaft, bleiben zunächst unklar. 

 

Während der Besichtigung entspinnt sich ein perfides Spiel der Eitelkeiten, Beleidigungen werden ausgetauscht, die Situation eskaliert. In einem heftigen Schlagabtausch schenkt man sich nichts – von boshaften Unterstellungen, über wüste Beschimpfungen, bis hin zu Lügen, Erpressung und körperlicher Erniedrigung wird alles ins Feld geführt, das einen Vorteil verschaffen könnte. 

 

Der Schluss gipfelt in einem furiosen Finale, der an Hinterlist kaum zu überbieten ist. Denn wer andern eine Grube gräbt … 



Stephan Eckel Der Anruf

Thriller

Veröffentlichung: 2013

Personen: 2 (1D, 1H)

1 Dekoration

Der Anruf

Die Nachtschicht in einem Computer-Callcenter. Mitarbeiterin Eva erhält einen Anruf von Marc, der Probleme mit seinem Laptop hat. Während des Gesprächs zeigt sich der junge Mann als sympathisch, aufmerksam, witzig und charmant. Man flirtet miteinander, tauscht Komplimente aus, steht kurz davor, ein Treffen zu vereinbaren.

 

Dann wendet sich das Blatt. Marc gibt sich als Evas Stalker zu erkennen, der beängstigend detaillierte Einblicke in ihr Privatleben genießt. Ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Mann am Telefon beginnt, der sich immer mehr als ernst zu nehmende Bedrohung herausstellt. Denn Eva besitzt ein dunkles Geheimnis, das zunehmend deutlich wird …

 

Ein spannendes Theaterstück um Täter und Opfer, das den Zuschauer bis zum Schluss in Atem hält. Denn nichts ist so, wie es scheint, niemand ohne Schuld.

 



Stephan Eckel Der Souffleur

Monolog

Veröffentlichung: 2018

Personen: 1 (1H)

1 Dekoration

Der Souffleur

»Ich muss doch … natürlich Goethe! Ich mach den Goethe! Heute Abend spielen wir Faust. Nein, nicht das zigste Mal, Nummer 28 in dieser Spielzeit. Ja sicher, ich zähle mit. 483 insgesamt, die Abstecher nicht mitgezählt, in all den Jahren. Und trotzdem! So ein Text lernt sich nicht von allein, auch der Souffleur muss sich vorbereiten. Allein der Vortrag macht des Redners Glück.«

 

Rainald Grün ist von Beruf Souffleur an einem Stadttheater. Und wäre das nicht an sich schon schlimm genug, so leidet er dort ganz fürchterlich unter Regisseuren mit Gottkomplex, unprofessionellen Schauspielern und einem affektierten Publikum. Sein Leben wäre sicher unerträglich, gäbe es da nicht die Liebe seines Lebens, das Gretchen aus Goethes Faust, in das er sich bei jeder Inszenierung aufs Neue verliebt. 

 

»Da kann man noch solch einen ollen Wischmopp auf die Bühne stellen, eine Fehlbesetzung von Kopf bis Fuß … es ist doch stets mein Gretchen.« 

 

Ein Monolog gespickt mit Goethe-Zitaten. Man erfährt einiges über das Leben und Leiden am Theater und die große Liebe zur Literatur. Und wie man trotz aller guten Vorsätze am Ende doch zur Hölle fährt.



Stephan Eckel Vorsprechen für zwei

Komödie

Veröffentlichung: 2015

Personen: 3 (1D, 2H)

1 Dekoration

Vorsprechen für zwei

Zwei junge Pariser Schauspieler vor der Chance ihres Lebens: Marie und Jean-Marc haben sich bis in die letzte Vorsprechrunde durchgeschlagen. Aber jetzt geht der Kampf um die Titelrollen in einer Erfolgskomödie erst richtig los. Die beiden Darsteller können sich auf den Tod nicht ausstehen, die Stimmung des Regisseurs schwankt von launisch bis cholerisch, und dann liegen da noch allerhand Stolpersteine und Fettnäpfchen auf ihrem Weg zum Ziel. 

 

Ein Alptraum, der sich in einem temporeichen Spiel der Eitelkeiten entfaltet – voller Niedertracht und Schadenfreude. Szene für Szene gespickt mit irrwitzigen Gemeinheiten. Zum Schluss überschlagen sich die Ereignisse, das Casting gipfelt in einem atemberaubenden Finale: Der Regisseur wird kurzerhand an den Stuhl gefesselt und mit einem Elektroschocker außer Gefecht gesetzt. Und dann? Ist für Marie und Jean-Marc alles verloren – oder ist es der Anfang von etwas ganz Großem? 

 

Der Theateralltag wird humorvoll auf die Spitze getrieben. Der Blick hinter die Kulissen zeigt, wie er funktioniert oder eben nicht. Wie Theaterleute ticken – und was so alles in ihnen steckt. 



Stephan Eckel Das Meeting

Komödie

Veröffentlichung: 2012

(aktuelle Spielfassung 2013)

Personen: 3 (1D, 2H)

1 Dekoration

Das Meeting

Krisensitzung im Rathaus – Bürgermeister Alois Schmidthuber will hoch hinaus auf der Karriereleiter. Vorher gibt es allerdings im zermürbenden kommunalpolitischen Alltag noch ein paar lästige Probleme zu lösen: Wie lässt sich verhindern, dass die Tochter des politischen Konkurrenten Weinkönigin wird und wie streicht man den Kulturfuzzis die Mittel, ohne dass sich jemand aufregt? 

 

Viel Arbeit für Schmidthuber und sein eilig zusammengerufenes Kompetenzteam: Tourismus- und Marketingchefin Dr. Gabriele Heilmann-Wölk (fachlich qualifiziert und sexuell unterversorgt) sowie Pressesprecher Harry Lang (neu im Team und heillos überfordert).

 

Schmidthuber will heute mehr. Er hat jetzt das große Ganze im Blick, das »big picture«. Und er hat sich vorbereitet. Sein Plan: Experimentell sollen basale Fragen der Politik geklärt werden. Wie lassen sich schlechte Nachrichten für gute Nachrichten verkaufen, und wie lassen sich die Probleme anderer dazu nutzen, die eigenen Ideen durchzusetzen?

 

Die Versuchsanordnung: Heilmann-Wölk (hat genug Probleme) gegen Harry Lang (macht sowieso, was man von ihm verlangt).

Im Verlauf dieses Experiments kracht und raucht es gewaltig, die Versuchspersonen verhalten sich nicht immer so, wie es von ihnen erwartet wird, und am Ende steckt der Teufel doch wieder im Detail.

 

Das Meeting ist eine rasante Komödie über Politik, menschliche Bedürfnisse und die alles entscheidende Frage, wie die Leiche im Keller bleibt.